Von Anbietern von Gutscheinen (Coupons) welche durch zu viele Verkäufe solcher "Rabattmarken" bei Groupon & Co. an den Rand des Ruins getrieben wurden, hat man ja schon gelesen. Aber das es nun auch windige Anbiter gibt, die mit trickreichen Formulierungen Kunden mit Coupons zu sich locken wollen um dann doch teure Angebote zu verkaufen, ist noch recht neu. RTL hat in seinem Magazin "Extra" einen recht dreisten Fall dokumentiert:
Hierbei wirbt ein Forostudio mit sensationell günstigen Angeboten und damit, dass alle Bilder auf DVD am Ende des Shootings dem Kunden überlassen werden. Letztendlich handelt es sich dabei nur um "Thumbnails" die auch noch mit Wasserzeichen versehen sind. 5 Abzüge (vom Profi) bearbeitet, kosten dann doch noch schlanke 149 EUR extra. Ob die Bilder nun gut oder schlecht sind, darüber lässt sich ja noch streiten, aber diese Vorgehen kann definitiv nur als knallhartes Lockvogelangebot bezeichnet werden. Groupon ist bei der Menge an Deals wohl leider relativ Chancenlos bei solchen Anbietern. Mehr Vorsicht auf beiden Seiten ist geboten! Angebote auch mal eher kritisch zu hinterfragen sollte nun bei Anbietern (Wie viele Deals sollte ich max. verkaufen) oder bei Käufern (kann das wirklich so billig sein) sind sicher nötig. Etwas mehr "Nachdenken" in solch einem überhitzten Makt bzw. Geschäftsmodell tun sicher gut um die notwendige Qualität und Win- Win Situation für alle Parteien auch längerfristig zu gewährleisten.
Update vom 20.2.2011
Nachdem mich folgende Nachricht erreichte: habe ich mich vorerst entschieden, das Video auf Youtube zu entfernen. Der Account mit dem Namen "scenecastmedia" deutet auf die Agentur www.scenecast.de hin. Ob es sich aber bei dem Absender dieser Youtube Nachricht tatsächlich um den richtigen Absender handelt muss ich noch abklären. Auch werde ich bei RTL mal nachfassen, wie der Stand der Dinge in dieser Sache ist.
Mit Freude habe ich natürlich via Twitter von dem Videopost von Philipp Sauber von der INM AG auf www.website-marketing.ch erfahren. Freude deshalb, da unsere Bemühungen bei Brack.ch einen dialogorientierten Twitteraccount zu leben, auch wahrgenommen werden. Freude aber auch, neben sehr grossen Unternehmen aus der Schweiz erwähnt zu werden, die teilweise auch bemerkenswertes auf Twitter leisten.
Wie Philipp richtig bemerkt, kommunizieren wir als Team und konzentrieren uns dabei auf den echten Dialog mit den Kunden bzw. unseren Followern. Aber, das ist auch kein Geheimnis, werden auch Angebote, teils exklusiv für Twitter, kommuniziert. Aber die Dosierung ist wichtig. Auf keinen Fall wollen wir eine "Linkschleuder" wie es Philipp formuliert sein. Die Versuchung ist natürlich für Unternehmen immer wieder gross, doch mit Angeboten den Umsatz ankurbeln zu wollen. Das ist in unseren Augen aber der falsche Weg. Auch wenn wir Umsätze, wenn auch noch auf tiefen Niveau, über diesen Kanal Messen können. Der echte Mehrwert muss durch einen ehrlichen Dialog in Augenhöhe entstehen. Dann kommt der Umsatz. Zwar indirekt und eher nicht messbar. So ist es eben.
WeReward.com ist nach der Ankündigung an der "TechCrunch Disrupt!" mit einer offenen Beta gestartet.
Die Idee ist die die Monetarisierung von Check Ins und Tasks wie sie bei ja bei Gowalla oder Foursquare gemacht werden. Als User installiere ich die leider nur im US AppStore erhältliche iPhone App und verknüpfe meinen WeReward Account mit Twitter, Foursquare und Paypal. Für jeden Check in gibt es dann Punkte, die ab 1000 Stk. eingelöst werden können. Das entspricht dann einem Wert von 10 USD. Mit einem Check in ist man aber auch gleichzeitig bei Foursquare eingecheckt - damit möchten man natürlichdie Foursquare Nutzer nicht ihre Historie und ihre Badges verlieren lassen.
Für den Check in gibt es Punkt und mit dem Photo der gekaufen Ware soll es noch mehr Punkte geben - das kommt mir aber noch etwas schleierhaft vor. Für Businesskunden erklären sie das so:
Im Video schaut das natürlich viel lustiger aus:
Ich bin Fan von solchen Apps, wie auch das Coupies Modell es mir angetan hat. Jedoch ist die Frage, wie schnell Foursquare (Mit dem Starbucks Deal sind sie es quasi ja schon) oder Goqalla in dieses Businessmodell einsteigen werden - oder kommt da noch die nächste Stufe von Goole Buzz? Es bleibt spannend im M-Commerce!
Seit 25.Dezember läuft auf fast allen Deutschen TV Sendern ein neuer Werbespot vom Internet- und Telefonieprovider 1&1 (gehört zu United Internet) bei dem deren neue Innovation, der neue Leiter Kundenzufriedenheit Marcell D'Avis, mit nachvertonter Stimme sich als Retter der Kunden verkauft.
(Eine Verwandschaft zum Autovermieter Avis konnte ich nicht ergooglen) Hier kurz der Spot.
Für
mich unverständlich ist, was den Herren für den Job (Innovation
genannt) überhaupt qualifiziert. Er sei seit 16 Jahren dabei und zeigt
reine technische- bzw. Produktthemen, die 1&1 als innovativ
darstellen sollen. Das er irgendetwas gemacht hat, was mit Kunden zu
tun hat, fällt leider überhaupt nicht. In Meinen Augen typisch für ein
bisher sehr technisch getriebenes Unternehmen. Aber warum aufregen? Ich
lebe seit 6 Jahren in der Schweiz und war auch nie Kunde bei 1&1,
jedoch verfolge ich seit Jahren in Foren und vor allem im Freundeskreis
eine massive Unzufriedenheit von Kunden über dieses Unternehmen. Häufig
heisst es, dort werde man als Neukunde mit tollen Versprechen und sexy
Angeboten angelockt und dann kommt die absolute Servicewüste. (Hm, so
was haben wir in der Schweiz doch auch, oder?) Scheinbar hat es nun
dazu geführt, dass die Kundenzahlen aufgrund des schlechten Services
und des quasi nicht vorhandenen Bestandskundenmanagements rückläufig
sind. Und scheinbar hat nun ein Stratege erkannt, dass
Neukundengewinnung immer teurer ist, als Bestandskundenpflege... (1.
Semester BWL/Marketing).
Aber nun zur Reaktion! Stand
eben, haben sich schon 577 Kunden per Kommentar in seinem Blog Luft
verschafft und laut eigenen Angaben hat Herr Avis, äh D’Avis seit
Weihnachten einige tausend Mails erhalten. Das nenne ich mal Response! http://blog.1und1.de/2009/12/25/marcell-davis-leiter-fuer-kundenzufriedenheit-2/ Die
Frage ist und bleibt, ob das nicht der Kommunikations GAU werden kann –
Es wird zwar auf Kommentare geantwortet, natürlich nicht von Herrn
D’Avis, denn der beantwortet ja nur Mails, aber meiner Meinung nach
nicht genügend. Das haben sich die Macher der Kampagne sicher anders
vorgestellt. Aber den Versuch muss man sicher würdigen, auch wenn es
wohl lange braucht, diese Image wieder zu korrigieren und wieder mit
positiven Kundenmeinungen als Multiplikator unterwegs sein zu
können. Jedenfalls möchte ich nicht in der Haut von Herrn D. stecken.
Wirklich nicht.
Ach ja, aus dem Blog wird auf den Twitteraccount http://twitter.com/1und1internet verlinkt. Ganze 3 Tweets mit 21 Followern tummeln sich dort. In einem Tweet kann man lesen, dass seit 1.Januar nur noch unter http://twitter.com/1und1 gezwitschert wird. Aha, dort hat es 354 Tweets und 1053 Follower. Warum nicht gleich so?
Noch
zu Facebook: 499 Fans haben sie immerhin. Wow, das nenne ich eine
Zahl... Wir von der ganz kleinen Brack.ch aus der 10 Mal kleineren
Schweiz haben ja schon 1.825 Fans und fast 5.000 Gruppenmitgliedern.
Puhh, da scheint ja bei uns die Welt in Ordnung zu sein. Nach nicht
genau zuordenbaren Angaben von United Internet haben Sie alleine im DSL
Bereich über 2 Mio Kunden. Bei den Webhostingkunden sollten gar über 8
Mio. sein.
Womöglich hätten sie sich lieber einen CSMO, so wie @Bloggintom
bei Hostpoint leisten sollen um die in diesem Fall doch wenig „Social“
Media besser vor einer solchen „Offensive“ besser zu pflegen. Aber ein Tom wäre ja auch nicht zur Cablecom gegangen....
Nach einer kurzen Twitterkonversation konnten wir einige Blogger und Twitterer bei uns Begrüssen. @Sprain hat dazu einen Beitrag in dieser Folge von sprainTV gemacht. Seht selbst:
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